Nachhaltig imkern
Wie geht das?
Hier ein paar wesentliche Eigenschaften, die für mich eine nachhaltige Imkerei von
konventionellen/honigintensiven Imkereien unterscheiden:
Qualität
Begriffe wie "Demeter-Honig", "Bio-Honig" oder "DIB-Honig" verbinden die meisten mit Qualität. Grund dafür sind die oft strengen Richtlinien.
Hierbei halte ich alle Richtlinien für Bio-Honig ein, allerdings befindet sich eine Autobahn innerhalb von 3 km zu den Stöcken, weshalb es nicht als Bio-Honig betitelt werden kann.
Dennoch lege ich größten Wert auf die Qualität des Honigs, genauso wie auf den Umgang mit den Bienen.
Überwintern auf eigenem Honig
Die Bienen überwintern auf ihrem eigenen Honig, kriegen also keinen Zucker zugefüttert. Honig ist die natürlichste Nahrung für Bienen und somit für mich die einzig logische Wahl.
In der konventionellen/honigintensiven Imkerei wird der Honig geerntet und Zuckerwasser als Ersatz zugeführt. Zuckerwasser enthält allerdings nicht die für die Bienen wichtigen Mineralstoffe und Vitamine.
Neuste Studien zeigen: Bienen die auf eigenem Honig überwintern, wehren sich selber verstärkt gegen die Varroamilbe und sind gesünder.
Naturwabenbau
In der konventionellen Imkerei werden Mittelwände (vorgefertigte Wachsplatten) eingesetzt, um zu kontrollieren wie, wo und wann die Bienen ihre Waben bauen.
Beim nachhaltigem Imkern dürfen Bienen selber bestimmen.
Wer weiß es besser als die Bienen, in welcher Anordnung die Waben gebaut werden sollen oder welche Zellen gerade benötigt werden?
Zudem ist so die Qualität des Wachs gesichert und es wird kein unreiner Wachs oder Krankheiten mit fremden Wachs eingeschleppt.
Der Wachs der verwendet wird stammt aus eigener Imkerei.
Der Umgang mit den Bienen
Generell wird respektvoll mit den Bienen umgegangen. Mit den Bienenstöcken wird nicht gewandert, sie stehen also an einem Ort und haben somit auch weniger Stress.
Es wird möglichst wenig in die Lebensweise der Bienen eingegriffen. In der konventionellen Imkerei obliegt oft die gesamte Entscheidungsgewalt dem Menschen, der versucht alles zu kontrollieren.
Warum sollte man versuchen es besser zu machen die Natur?
Die wesentlichen Richtlinien für Bio-Honig sind:
- Haltung der Bienen ausschließlich in Bienenkästen, die aus natürlichen Rohstoffen wie Holz, Lehm und Stroh bestehen. Anstriche nur von außen und mit schadstofffreien Farben und ohne Pestizide.
- Das Beschneiden der Flügel der Königin ist verboten.
- Wahl geeigneter Standorte, d.h. im Umkreis von drei Kilometern besteht die Bienenweide im Wesentlichen aus Pflanzen des ökologischen Anbaus und/oder Wildpflanzen. Schadstoff ausstoßende Industrien, Autobahnen oder Müllverbrennungsanlagen im Umkreis sind verboten.
- Winterfutter möglichst in Form von eigenem Honig und Pollen, nur in Ausnahmefällen darf Bio-Zuckersirup verwendet werden.
- Honigverarbeitung ohne Überschreitung der Bienenstocktemperatur (max. 40°C), d.h. keine Wärmeschädigung des Honigs.
- Chemische Mittel und Medikamente zum Fernhalten der Bienen beim Ernten des Honigs bzw. gegen Parasiten und Krankheiten sind verboten.
Über mich
Ich heiße Justin und bin Imker in Deutschland nahe Köln. Ich lege Wert darauf möglichst nachhaltig mit den Bienen umzugehen und Honig in hoher Qualität zu bekommen.
Leider haben Bienen bei uns viele Probleme. Es fehlt an Lebensraum und dabei machen ihnen auch noch Monokulturen, Pestizide und vieles mehr zu schaffen. Dadurch entstand dieses Projekt hier, damit ich die regionale Zahl der Bienen (sowohl Honig als auch Wildbiene!) etwas stärken kann und etwas gutes für die Umwelt mache.
Natürlich entsteht dabei auch leckerer Honig und du kannst mitwirken und etwas nachhaltiges für die Umwelt tun indem du mich unterstützt.
Mithilfe der Einnahmen kann ich verschiedene Projekte rund um das Thema Biene vorantreiben, z.B. einen Standort für die Bienen organisieren, weitere Bienenstöcke kaufen, Nisthilfen für Wildbienen bauen und Videos zum Thema Biene/Honig produzieren.
Links:
Eine sehr schöne Dokumentation über neuste Erkenntnisse zum Imkern und zu wesensgemäßem Imkern: